Liebe Ansbacherinnen und Ansbacher,
Am 8. März sind die Kommunalwahlen und Sie haben die Möglichkeit über die Zukunft Ansbachs zu entscheiden. Ich weiß, es sind anspruchsvolle Zeiten und die Begeisterung für Politik ist bei vielen Menschen eher im negativem Bereich. Und genau deshalb trete ich an! Mir liegt Ansbach am Herzen und ich glaube, dass ein Richtungswechsel möglich ist. Wenn Sie gestatten, stelle ich mich in den folgenden Zeilen kurz vor.
Ich bin 1978 in Ansbach geboren, in Hennenbach aufgewachsen, habe dort die Grundschule und später das Carolinum besucht. Danach verschlug es mich zum Studieren nach Bamberg. Als Kind einer Arbeiterfamilie musste ich mir das Studium zum großen Teil selbst finanzieren. So war ich in dieser Zeit jedes Wochenende in Ansbach, um in Hennenbach und im Rügländer Viertel Prospekte und Zeitungen auszutragen. Auch nutzte ich die Wochenenden, um mit meiner Kabarett-Gruppe SPIELTRIEB* zu proben, mit der ich mehrere Jahre unzählige Auftritte in ganz Franken hatte. Später waren es dann die Trainingseinheiten mit der Improvisationstheatergruppe VOLLE MÖHRE!, die noch heute existiert. 2003 gründete ich den Ansbacher Poetry Slam, den ich 22 Jahre organisierte.
Ansbach ist eine wundervolle Stadt, keine Frage! Man kann hier eine wundervolle Kindheit genießen, man ist als Familie gut aufgehoben, denn das Angebot an Kita- und Kindergartenplätzen ist im Vergleich zu anderen Kommunen wirklich gut. Wir haben viele Schulen und überall gibt es Spielplätze und Natur. Trotzdem entschied ich mich 2006 nach Nürnberg zu ziehen, um ein bisschen Großstadtluft zu schnuppern und mich beruflich zu verwirklichen. Kulturell blieb ich unserer Stadt in all der Zeit erhalten, auch als es unsere Familie (2 Kinder) 2015 nach Zirndorf verschlug.
2024 entschied ich mich wieder nach Ansbach zurückzukehren und stellte schnell fest, dass hier einiges im Argen liegt. Eine oft menschenleere Innenstadt, eine politische Trägheit, fehlender Mut Dinge anzupacken und eine Grundstimmung, die wohl als „typisch fränkisch“ gilt. Wenn nicht gerade Altstadtfest ist, hat man das Gefühl, ständig diese Stimmen zu hören: „Beamtenstadt“, „Hier werden um 18 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt“, „hier liegt der Hund begraben“ und so weiter.
Dabei hat Ansbach so viel zu bieten! Bachwoche, Rokoko-Festspiele, ein eigenes Stadttheater, die Kammer, eines der besten Einkauf-Center des Landes, eine wundervolle Altstadt, namhafte Unternehmen, eine moderne Hochschule, eine faszinierende Geschichte und eine Lage, um die uns viele beneiden! Mit dem Regionalexpress sind wir in einer halben Stunde in Nürnberg, es ist ein Katzensprung zum fränkischen Seenland, wir haben einen Landkreis mit vielen bedeutenden Sehenswürdigkeiten, Einrichtungen und wunderschönen Städten. Wow!
Lassen Sie uns gemeinsam diese Potenziale nutzen! Bringen wir Ansbach touristisch nach vorne, was unserer Gastronomie und dem Handel nützt. Unterstützen wir die Gründerkultur für die Arbeitsplätze von morgen! Sorgen wir für mehr Mitbestimmung in Form des von uns geplanten Bürgerfonds, regelmäßigen Bürgerforen, dem festen Etablieren eines Bürgerrats und mehr Zusammenarbeit mit dem Jugendrat und dem Seniorenbeirat, sowie einem niedrigschwelligem Vorschlagswesen für alle Bürgerinnen und Bürger.
Führen wir die Ansbach-App ein, lassen Sie uns Mobilität neu denken, bezahlbar, individuell und ganzheitlich! Fördern wir die Solidarität durch den freiwilligen Ansbach-Cent, durch eine Stärkung des Ehrenamts. Lassen Sie uns neue Formate ausprobieren! Einen Tag der Vereine, einen Innenstadt-Flohmarkt, ein regelmäßiges Familienpicknick auf der Ziegenwiese, öffentliche Grillplätze, ein Winter-Altstadtfest... Lassen Sie uns Leben in diese Stadt bringen!
Und lassen Sie uns dabei auch die großen Themen nicht vergessen. Für ANRegiomed, für das Ansbacher Klinikum müssen dringend Lösungen gefunden werden. Lassen Sie uns die Altersstruktur, die wir in 15 Jahren haben werden, nicht aus den Augen verlieren. Lassen Sie uns Pläne schmieden, was passiert, wenn Donald Trump morgen beschließt den Stützpunkt in Katterbach still zu legen.
Ich bin der festen Überzeugung, dass in diesen schnelllebigen Zeiten, Ansbach einen Oberbürgermeister braucht, der schnell reagieren kann, der nicht in alten Denkmustern festhängt, der es gewohnt ist kreative Lösungen zu erarbeiten und der mutig genug ist, sich in das Abenteuer Zukunft zu stürzen. Ich habe seit Juni 2024 viele Einrichtungen besucht, um mir ein Bild der Lage zu verschaffen, ich habe viel mit den Menschen unserer Stadt gesprochen und ich habe versucht diese Stadt aus der Vogelperspektive zu betrachten.
Und damit meine ich jetzt nicht Google-Maps, um zu sehen, wo eventuell noch Möglichkeiten für Parkplätze wären. Okay, ich will ehrlich sein, auch das habe ich gemacht. Aber ich meine damit, dass ich versucht habe Puzzlestück für Puzzlestück zusammen zu fügen, zu verstehen, wie Dinge ineinandergreifen und was die groß gedachten Lösungen, die langfristigen Visionen dahinter sind. Das Bild, das Ansbach am Ende darstellt, wenn alle Puzzlestücke gelegt sind.
Ich bin mir sicher, dass ich schon viele Puzzlestücke gefunden habe! Ein paar finden Sie bereits im Wahlprogramm und ich stehe Ihnen bis zur Kommunalwahl am 8. März jeden Samstag von 10 bis 12 Uhr an unseren Infoständen zur Verfügung. Ebenso bei unseren Begegnungstreffen in der Roten Mitte und jederzeit auch in einem persönlichen Gespräch, denn ich will auch Ihre Ideen für Ansbach, Ihre Puzzlestücke kennen lernen! Die Termine und meine Kontaktdaten finden Sie unter anderem auf www.michaeljakob.de
Einer der Leitsätze meines Lebens lautet: „Man muss keine Angst vor der Zukunft haben, wenn man den Mut hat sie zu gestalten.“ Oder kurz gesagt: „Zukunft wird aus Mut gemacht!“
Und deshalb möchte ich Sie um den Mut und Ihr Vertrauen bitten, der Ansbacher SPD und mir Ihre Stimmen zu schenken!
Ihr
Michael Jakob
Oberbürgermeisterkandidat der SPD Ansbach